Was für eine Aufregung! Stockdunkel war es, als wir um 6 Uhr aufstanden und unser Stromkabel einrollten. Dann ging es los, von Lacona über den Pass nach Portoferraio. Mit Blu Navy legten wir um 7 Uhr ab, über dem Monte Castello verfärbte sich der Himmel rosa und später feuerrot. Arrivederci Elba. Von Piombino aus fuhren wir auf die Via Aurelia SS1 nach Süden bis Orbetello. Die Stadt liegt auf einer Landzunge inmitten einer Lagune, drumherum liegt die Maremma, ein Naturpark, der aus Sumpfland entstand und heute ein grünes Wandergebiet mit bis ans Meer reichendem Wald ist. Orbetello bietet eine kleine Altstadt mit vielen Restaurants und einen guten Ausgangspunkt für Ausflüge nach Grosseto, auf die Halbinsel des Monte Argentario oder Richtung Süden bis zum Giardino dei Tarocchi in Lazio.
Hier trafen wir Roman, Stella und Sonam, die von der Insel Giglio kamen. Nach einem Bummel durch die Gassen und einem Mittagessen in einer Osteria fanden wir uns im Hotel La Posta ein, ausserhalb gelegen und für die kommende Nacht reserviert.
Wir parkten die Pusseline und fuhren von dort mit Roman bis nach Capalbio. Wir hatten Eintrittskarten im Giardino dei Tarocchi reserviert, einem Kunstpark von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. Es war sooo toll! Die Fotos zeigen es. Die teilweise begehbaren Skulpturen sind von aussen mit bunter Keramik und mit Spiegelscherben verkleidet. Die Phantasie Niki de Saint Phalles war überbordend. Tinguely hat sich bewegende Eisenskulpturen geschaffen, die gut mit den üppig runden Nanas und den Figuren des Tarot wie Sonne, Gerechtigkeit, Tod usw. harmonieren. Kleine Wege und Treppen führen durch den schön angelegten Park, von dem aus man einen weiten Blick über die Ebene bis zum Meer hat. Das KünstlerInpaar hatte sich einen schönen Ort zum Leben und Arbeiten ausgesucht.
Das Wundervollste war allerdings, Sonam zu erleben, der begeistert herumrannte und immer wieder neue Ecken entdeckte. Es war nicht einfach, ihn davon abzuhalten, in die Brunnenskulpturen zu klettern, denn es war heiss.
Abends sprangen wir dann noch in den Pool des Hotels und genossen ein feines Abendessen.