10 Apr
10Apr

Der sehr praktische und extrem freundliche Shuttle-Service unseres Campings hat uns heute Vormittag zum vielleicht einzigen botanischen Garten der Mittelmeerküste gefahren, in dem Hunde erlaubt sind: Le Jardin botanique Val Rahmeh. Es war wunderschön, durch die Villa in den ersten Teil des Gartens zu gelangen und in eine andere Welt einzutauchen. Weit oberhalb der verkehrsgeplagten Küste hat Anfang des zwanzigsten Jahrhundert ein Engländer diesen Garten angelegt. Uralte Bäume, Blumen, blühende Sträucher und Sukkulenten, alles auf Terrassen angelegt, durch die sich kleine Wege schlängeln - so ist das gesamte Gelände zu durchlaufen und wir staunten immer wieder über die Vielfalt der Natur. Am meisten beeindruckt hat uns der Florettseidenbaum, der grosse, ovale Früchte trägt, nachdem er üppig rosarot blüht. Die reifen Früchte platzen auf und lassen ihre Schale fallen, heraus quellen riesige Wattebäusche, die die Samen enthalten. Nah verwandt mit dem Kapokbaum, der noch grösser wird, dafür aber keinen stacheligen Stamm hat, wird auch dieser Baum bzw. dessen Watte für Kissenfüllungen benutzt. 


Die Fensterblätter haben mich auch begeistert, weil sie überall im Garten wucherten und die einzelnen Blätter einen Durchmesser von etwa 80 Zentimetern hatten. Sogar einige Samenstände (oder Blüten?)  habe ich entdeckt, die sahen speziell aus, mit sechseckig angeordneten Kapseln. 

Als wir Hunger bekamen, verliessen wir den Garten und spazierten auf der Promenade am Meer entlang zu einem der vielen Restaurants und assen eine Kleinigkeit. Danach durchforsteten wir noch einmal die Altstadt von Menton von unten bis hinauf zum Friedhof am alten Castello. Dort war die Rundumsicht toll, aber leider ging die Sonne weg, es wurde grau und dunstig. Wir waren müde, riefen den Shuttle an und liessen uns zurück zur Pusseline chauffieren. Wir mussten dringend mal entspannen!

 



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