Die Nacht war kalt und nass, aber dann kam der Sommer! Heute wurde es richtig heiss. Wir fuhren auf dem Radweg nach Le Lavandou hinunter, kamen pünktlich zum Mitragessen dort an. Es gab Moules Frites und Weisswein, danach beobachteten wir die Pétanquespieler*innen.
Der Ort hat eine schnuckelige Reihe von Häusern, in denen sich Restaurants aneinanderreihen. Davor verläuft ein Saum mit Pétanquefeldern, den eine Platanenallee vor der Sonne schützt. Das Blätterdach muss allerdings noch wachsen. An den Bäumen sind rundherum Nägel eingeschlagen, dort hängen die Spielenden ihre Jacken und Taschen auf. Sie spielen stundenlang und sind dunkelbraun gebrannt. Parallel dazu verläuft die Strasse und dann eine weitere Allee mit sehr hohen Palmen, auf der flaniert wird. Abschliessend kommen der Strand und das Meer, dessen Endlosigkeit von der Île de Levant und Port-Cros unterbrochen wird. Einen Jachthafen und weiter westlich hässliche Hotelkästen hat Le Lavandou auch zu bieten, ansonsten sind die bewaldeten Hügel rechts und links der Stadt mit Villen gespickt.
Ich möchte hier im Sommer nicht sein, die Hitze und der Verkehr würden mich fertig machen. Im April ist es gut auszuhalten und das Hinterland ist so wunderbar zum Velofahren und Wandern.
Wir gingen einen Klippenweg bis zum nächsten Strand. Dort wurde gebadet, wir fanden das Meer zu kalt. Nach einem Päuschen ging es zurück und auf den Velos wieder hinauf ins Paradies des Campingplatzes, wo wir die herrliche Abendsonne genossen.