Ich wachte auf, freute mich auf den Tag und war traurig, dass es unser letzter auf dem Camping Riviera sein würde. Ich hab es ok gefunden, in einer holländisch-deutschen Kolonie zu wohnen, denn so gut wie alle Leute waren freundlich zueinander. Ruhe gab es nicht in dieser Woche, aber dafür war es sonst sehr entspannt, so dass es besser zu ertragen war. Ich konnte so richtig faul sein, für alles andere war es zu heiss.
Das dicke Ende kam ganz am Schluss.
Wir genossen noch einmal den Strand, den See, die Hängematte unter der Zypresse und uns. Abends ging es in den Ort zum Aperitivo, anschliessend hatten wir im Ristorante Antica Stallera reserviert. Das Ambiente war sehr schön und der Service sehr professionell und freundlich. Auch das Essen war fein, aber unsere Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt. Es war ein schöner Sommerabend, Sonam hat es auch super mitgemacht.
Zurück am Camping war es dann aber nicht lustig, denn das Festival am gegenüberliegenden Flussufer hatte voll aufgedreht. Es war so laut, dass niemand auf dem Campingplatz schlafen kann, so lange es dauert…. bis 1 Uhr nachts soll das sein. Ohropax nützen da auch nicht mehr. Schade, immer lauter und rücksichtsloser ist die Welt. Spass macht, was laut ist. Mir geht es schlecht bei Lärm und ich weiss, dass ich nicht allein bin damit. Der Lärm zerstört meine entspannte Ferienstimmung, er macht mich krank, nervös, aggressiv und verursacht Schmerzen in meinen Ohren. Ich möchte fliehen. Ich bekomme Panik. Es wird nicht besser, wenn ich weiss, dass Menschen Spass daran haben, den Lärm schön finden, im Rhythmus tanzen. Es hilft mir nicht. Meine Haut vibriert von den Schallwellen, es hämmert in meinem Kopf - eine Körperverletzung, die in unserer Gesellschaft akzeptiert wird. Ich verstehe das nicht.