29 Sep
29Sep

Das heutige Tagesprogramm fing nach dem Frühstück mit Höngematte an und endete auf der Strandmatte, gefolgt von einem Curry in der Pusseline. 

Meine Handgelenke lassen keine Ausflüge per Velo zu und zum Wandern ist es mir immer noch zu heiss. Es gibt also wirklich keine andere Möglichkeit, als die Zeit mit Nichtstun zu füllen. Sie vergeht trotzdem sehr schnell. Mein Horizont war ganz klein heute. Ich sah meinen Mann konzentriert beim Einfüllen des Kaffees ins Sieb. Ich sah die Steine am Strand und fragte mich, ob einer dieser unendlich vielen kleinen Steine vor drei Jahren auch schon da war, an dieser Stelle, an der ich mein Handtuch ausbreitete? Ich sah beim Schnorcheln die Fische, einige gross, wie alt sie wohl sind? Ich sah Wilma mit ihrem süssen Schnüffelschnäuzchen den Strand erschnuppern. Ich sah die Kakteen auf der Klippe. Sie wachsen an einem sehr steilen Stück, dort kommt niemand hin und deshalb konnten sich auf ihrer ledrigen Oberfläche keine TouristInnen mit ihren Initialen verewigen. Ich hörte die Grillen in der Nacht, während der grosse helle Mond durchs Dachfenster schien, auch das Käuzchen rief. Ich hörte Kinder, die ihren Eltern freudig und begeistert etwas berichteten. Ich traf andere Campingplatzgäste auf dem Weg zum Mercato und wir lächelten uns an. Ich sagte „Sì, prendo volentieri un po' di pecorino dolce“ zu Roberto. Ich sagte „Hase, ich geh rein, die Mücken stechen.“

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