20 Apr
20Apr

Wir fuhren von Cassis die Route des Crêtes trotz Wohnmobilverbotsschild, was überhaupt kein Problem war an einem Montagmorgen im April. Schnell waren wir oben auf dieser rot leuchtenden steilen Klippe und schauten 399 Meter hinunter auf das Azur des Meeres und die Calanques von Cassis. Es war so schön! Auch ein Wanderweg führt entlang der Krete, der Weg endet im nächsten Küstenort La Ciotat. Dort ging’s dann auf die Autobahn nach Avignon. Unterwegs sahen wir die schönen Landschaften der Provence wie die Montagne Sainte-Victoire, die Paul Cézanne siebenundachtzig Mal gemalt hat, fuhren an der türkisen Durance entlang, die kurz nach Avignon in die Rhône mündet.

Mittags erreichten wir den Camping Bagatelle auf der Île de la Barthelasse, der perfekt gelegen ist. Die Stadtmauer, die Pont d’Avignon Saint-Bénézet und der Papstpalast sind direkt am anderen Ufer zu sehen und über die Pont Daladier gut zu Fuss erreichbar. 

Wir hatten erst einmal Hunger und fanden den romantischen Innenhof des Hôtel l‘Europe sehr einladend. Zum Glück gab es eine Lunchkarte mit erschwinglichen Gerichten, dazu einen sehr zuvorkommenden Service, so dass wir entspannt und gestärkt Richtung Papstpalast weitergehen konnten. Viele schöne Läden mit sehr schicker Kleidung liess ich links liegen, denn die französischen Grössen enden ja meist bei 38… also tranken wir lieber ein Bier zu Füssen der hohen Mauern des Palais des Papes und gingen nicht hinein in das UNESCO Kulturerbe, weil wir einen Hund haben. Auch der Rocher des Doms, ein Park mit Teich und Aussicht, war tabu, aber dafür konnten wir auf die Brücke! Fünf Euro Eintritt hiess an der Kasse, für Renter*innen ein Euro Ermässigung. Sie wollten nur vier von uns haben, vielen Dank auch. Ein Audioguide erklärte uns dann alles ganz genau und am Schluss konnte man verschiedene Versionen Lieds „Sur le Pont d‘Avignon“ auswählen: Acid-Jazz, Indie, Bossa Nova oder Country. Heavy Metal fehlte. Auf der Brücke hat es uns richtig gut gefallen. 

Noch einmal tauchten wir in die Gassen der Stadt ein, deren aus hellem Stein gemauerte Häuser wenig herausgeputzt daherkommen. Alte Platanen prägen den Charakter der Stadt und die vielen Plätze sind schön. Wir fanden auf dem Place des Châtaignes eine Crêperie, sassen an einer alten Klostermauer und genossen die Ruhe und eine Galette plus Cidre. Der Place Saint-Pierre ist noch schöner. 

Der Tag ging zu Ende, noch einmal kamen wir am Palais des Papes entlang, der im Abendlicht leuchtete. Über die Brücke ging es zurück zur Pusseline und wir entschieden, dass wir genug gesehen hatten und morgen nach Hause düsen wollen.

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