Endlich Ferien! Bruno hatte es mehr als verdient. Ich hatte genügend Zeit, um zu packen und zu organisieren, so dass wir zwar schwitzend, doch relativ entspannt am Morgen um 8 Uhr losfuhren. Wir passierten viele Seeufer: Thunersee, Brienzersee, Lungernsee, Sarnersee, Alpnacher See, Vierwaldstättersee, Rotsee, Urner See, Walensee. Zum Anhalten und Hineinspringen fehlte die Zeit, was bei über 30 Grad Aussentemperatur schon verlockend gewesen wäre. Zum Mittagessen wurden wir in Mels bei Brunos Bruderund seiner Partnerin erwartet. Sie hatten vor einigen Jahren eine Wohnung in einer alten Spinnerei erworben, die wir noch nicht kannten. Auch unsere Kinder samt Familie waren eingeladen. Mit einer kleinen Standseilbahn ging es von Mels den Hügel hinauf, wo die alten Fabrikhallen in neuem Kleid Menschen aus aller Welt angelockt haben, um dort an aussichtsreicher Lage in einem modernen Wohnprojekt zu leben. Sonst findet man solcherlei eher im urbanen Raum, hier ist es ganz beschaulich. Nicht weit entfernt fliesst der Rhein, Burgen, Berge, Wein und Alpen, viel Natur und der Walensee bieten ein interessantes Freizeitangebot.
Am frühen Abend fuhren die Kinder wieder zurück nach Bern und wir erreichten nach einer zwanzigminütigen Fahrt das Fürstentum Liechtenstein. Wir checkten auf dem idyllisch gelegenen Campingplatz Mittagsspitze ein. Der Blick geht durch viel Grün ins Rheintal hinunter, von wo der Wind trotz einiger Entfernung die Autobahngeräusche zu unseren Ohren trägt. Wir können uns nicht beschweren, da wir ja auch auf der Autobahn unterwegs sind…
Von Liechtenstein werden wir nicht viel zu sehen bekommen, weil es morgen schon weiter in die Bündner Bergwelt geht.