Wir fuhren eine wunderschöne Strecke durch die piemontesischen Hügel mit Blick auf die frische Frühlingsvegetation, dahinter die schneebedeckten Berge der Cottischen Alpen und dem markanten Monte Viso, der mit über 3800 Metern Höhe die Landschaft weit überragt. Nach der flachen Poebene war es sehr kurvig und tunnelig, bis wir bei Savona das Meer sahen. Nun ging es auf der E80 an vielen bekannten ligurischen Küstenorten vorbei: Noli, Finale Ligure, Albenga, Alassio, Cervo, Diano Marina, Imperia, Sanremo, Bordighera und schliesslich Ventimiglia, wo wir im Ortsteil Latte unser heutiges Ziel, den Camping Por La Mar erreichten.
Zum Glück hatten wir reserviert, denn der Platz ist ausgebucht. Es gibt weit und breit auch keine ansprechende Alternative und die Lage ist nicht schlecht für Ausflüge in die nächsten Küstenorte. Für 6 Euro wird von den Betreibenden ein Shuttle angeboten, der sowohl den Bahnhof Ventimiglia als auch den Bahnhof Menton anfährt. Dort verkehren regelmässig Züge, zum Bespiel ist man in 20 Minuten in Monaco. Die Rückfahrt zum Camping ist stündlich möglich, Anruf genügt. Das ist ein super Angebot. Wir spazierten erst einmal den kleinen Weg zum Strand hinunter. Im schicken Restaurant Villa Eva genossen wir einen Aperitivo auf der grossen Terrasse mit alten Palmen direkt am Meer. Dann atmeten wir durch, lagen auf den Steinen in der Sonne, streckten die Füsse ins Wasser (15 Grad, für uns zu kalt zum Baden) und freuten uns, weil wir in den Ferien angekommen sind. Nun können wir uns auf morgen freuen, es soll wieder sehr schönes Wetter sein und wir wollen Menton erkunden. Dort in der Nähe befindet sich der Grund für unsere Reise in diese Ecke Europas: E.1027. Doch das erzähle ich morgen, jetzt werde ich uns was kochen.